Ja. Um viel Freude mit Ihrem Fertigrasen zu haben, ist die Qualität Ihres Unterbodens sehr wichtig. Neben einem möglichst lockeren, tiefgründigen Boden, mit guter Wasserführung, ist auch der ph-Wert im Boden entscheidend. Ein zu saurer ph-Wert (unter 5,5) ist schlecht für das Bodenleben und behindert dadurch die Aufnahme der Nährstoffe. Kalk kann hier Abhilfe schaffen und den ph-Wert im Unterboden erhöhen.

Für leichte und sandige Böden ist ein ph-Wert von 6,0 bis 6,5 optimal. Schwere und stark tonhaltige Böden sollten sich zwischen 6,5 und 7,0 einpendeln.


Ja. Sie können Ihren alten Rasen natürlich durch neuen Fertigrasen ersetzen. Dafür ist es allerdings nötig Ihren bisherigen Rasen zu entfernen. Wie Sie das ganz einfach machen können, erklären wir Ihnen unter dem Punkt „Wie verlege ich meinen Fertigrasen richtig“.


Fertigrasen kann das ganze Jahr über verlegt werden, außer bei Frost oder der sogenannten Frostperiode. Am besten geeignet ist allerdings der Frühling.


Damit Sie bei der Verlegung Ihres Fertigrasens keine kostbare Zeit verlieren, zeigen wir Ihnen kurz, welche Arbeitsmaterialien Sie zur einfachen Verlegung benötigen.

Ihre wichtigsten Arbeitswerkzeuge hierfür sind ein Spaten, ein langes, möglichst gerades Brett und eine Harke. Um den Fertigrasen an vorhandene Ecken und Rundungen anpassen zu können, ist auch ein scharfes Messer von Vorteil. Zudem kann Ihnen eine Walze, zum Planieren und Andrücken des Rasens, sehr hilfreich sein.

Muss im Vorfeld noch die alte Grassode entfernt werden, dann kann auch hierfür der Spaten eingesetzt werden. In diesem Fall müssen Sie den alten Rasen per Hand umgraben. Eleganter und schneller geht dies allerdings mit einem Sodenschneider oder einer Freese. Welche die für Sie passende Lösung ist, erfahren Sie im nächsten Punkt „Wie verlege ich meinen Fertigrasen richtig“.

Der Einsatz von Dünger ist ebenfalls ratsam.


Sie haben alle nötigen Materialien zur Hand und der Unterboden ist vorbereitet? Schön, dann kann es mit dem Verlegen losgehen. Wie das möglichst einfach und reibungslos geht, zeigen wir Ihnen jetzt in 4 simplen Schritten:

Schritt 1: Entfernen der alten Grassode

Wenn Sie Ihren alten Rasen durch neuen Fertigrasen ersetzen wollen, dann müssen Sie den alten Rasen natürlich erst einmal entfernen.

Die sauberste Lösung erzielen Sie durch den Einsatz eines Sodenschneiders. Mit dessen Hilfe können Sie die alte Grassode abschälen und danach ganz einfach vom Unterboden entfernen. Der große Vorteil dieser Arbeit ist es, dass Sie später kaum Arbeit mit dem Planieren des Unterbodens haben.

Sie können aber auch klassisch zum Spaten greifen und Ihre alte Rasenfläche umgraben. Etwas einfacher und schneller geht dies durch den Einsatz einer Freese. Vorteil, der alte Rasen verschwindet so unter der Erde und muss nicht extra abtransportiert werden. Allerdings haben Sie durch diese Technik mehr Aufwand mit dem Planieren des Bodens.

Für welche Art Sie sich letzten Endes entscheiden hat keinen Einfluss auf das Ergebnis. Wichtig ist nur, dass der Unterboden glatt, fest und frei von Steinen und Wurzeln ist, bevor Sie mit dem Verlegen Ihres neuen Fertigrasens beginnen.

Schritt 2: Umgraben und planieren des Unterbodens

Böden ohne Grassode oder Böden, deren Grassode mit dem Sodenschneider entfernt wurde, müssen umgegraben werden.

Danach sollten Sie den Boden festigen. Dies können Sie mit Ihren Füßen erledigen oder auch eine Walze einsetzen. Sollten Sie sich für Ihre Füße entscheiden, dann streichen Sie den Boden danach mit einer Hake glatt. Bei sehr schweren Böden sollten Sie im Vorfeld gute Erde gleichmäßig auf dem Unterboden verteilen. So lässt sich der Boden besser glätten.

Um die oberste Schicht komplett zu planieren, ist der Einsatz eines langen, geraden Bretts ratsam. Nach dem Planieren sollten Sie den Boden knapp 2cm tief einharken.

Ist der Boden eingeharkt, ist der richtige Moment zum ersten Düngen gekommen.

Der Boden sollte jetzt glatt und gut gedichtet sein und nicht mehr absacken können. Das macht Ihren Fertigrasen später nicht nur optisch schöner und harmonischer, sondern erleichtert Ihnen auch das Rasenmähen und die Pflege des Rasens, da sich keine unschönen Vertiefungen bilden.

Bitte beachten: An sonnigen Tagen sollten Sie den Boden leicht anfeuchten, damit die Wurzeln Ihres Fertigrasen nicht verbrennen.

Schritt 3: Den Fertigrasen verlegen

Fangen sie beim Verlegen Ihres Fertigrasens immer an einer möglichst geraden Stelle an. Es ist auch sinnvoll sich von außen nach innen vor zu arbeiten. Das heißt, fangen Sie nicht direkt an Ihrer Terrasse an, sondern starten Sie an der entferntesten Ecke in Ihrem Garten. So müssen Sie nicht ständig über Ihren frisch verlegten Fertigrasen steigen.

Um Ihren Fertigrasen möglichst gerade zu verlegen eignet sich der Einsatz eines Bretts oder einer gespannten Schnur.

Die Fertiggrassoden können Sie bei geraden Schnittlinien mit dem Spaten passend abstecken. Bei anderen Schnittlinien, zum Beispiel Rundungen, empfehlen wir den Einsatz eines scharfen Messers.

Der Fertigrasen sollte möglichst eng aneinander ausgerollt werden. Sie können dafür ein Brett benutzen, um die Grassoden noch enger aneinander zu drücken. Klopfen Sie den frisch ausgerollten Fertigrasen gut fest oder nutzen Sie dafür eine Walze.

Wichtig: Um Schäden an Ihrem neuen Fertigrasen zu vermeiden, sollten Sie den frisch ausgerollten Fertigrasen möglichst nicht betreten. Sollten Sie den frisch verlegten Fertigrasen doch betreten müssen, so legen Sie sich mit Brettern einen Weg, über den Sie laufen können.

Schritt 4: Den Fertigrasen bewässern Zögern Sie nicht mit dem Bewässern. Bereits beim Ausrollen sollten alle frisch verlegten Stellen sofort mit Wasser versorgt werden.

Den frisch verlegten Fertigrasen können Sie den ganzen Tag lang bewässern. Selbst bei voller Sonne.

Lassen Sie sich nicht von kalten, windigen Tagen täuschen, denn auch an diesen Tagen trocknet der Boden sehr schnell aus.

In den ersten Tagen nach dem Verlegen Ihres Fertigrasens sollten sie viel Wässern. An heißen Tagen ruhig dreimal oder mehr. Später dann regelmäßig. Es empfiehlt sich einmal in der Woche, in den Abendstunden, 3 bis 4 Stunden lang zu bewässern. So kann das Wasser gut in den Boden eindringen.

Kontrollieren Sie in der Anfangszeit ob der Unterboden gut nass ist. Heben Sie dafür die Grassoden leicht an. Diese Kontrolle sollten Sie regelmäßig durchführen, bis Ihr Fertigrasen angewachsen ist.


Neben dem reichlichen Bewässern ist darauf zu achten, dass Sie Ihren neuen Fertigrasen möglichst nicht betreten. Die volle Benutzung Ihres Fertigrasens ist erst möglich, wenn die Grassode festgewachsen ist. Dies sollte bei normalen Wetterbedingungen nach 2 Wochen der Fall sein


Die regelmäßige Rasenpflege ist für einen schönen, grünen Rasen das A und O. Wie das genau aussieht haben wir für Sie unter den Punkten „Wie oft muss ich meinen Fertigrasen mähen“, „Wie oft muss ich meinen Fertigrasen bewässern“, „Muss ich meinen Fertigrasen düngen“, „Muss ich meinen Fertigrasen vertikutieren“, „Muss ich meinen Fertigrasen je nach Jahreszeit anders behandeln“ und „Wie kann ich meinen Fertigrasen vor Rasenkrankheiten und Rasenschädlingen schützen“ ausführlich behandelt.


Regelmäßiges Rasen mähen ist für einen gesunden, grünen und harmonischen Rasen sehr wichtig. Wenn Sie Ihren Fertigrasen also in vollen Zügen genießen möchten, dann sollten Sie ihn mindestens einmal in der Woche mähen. Im Frühjahr sogar zweimal in der Woche. Das beste Ergebnis erzielen Sie allerdings, wenn Sie Ihren Rasen täglich mähen.

Die offizielle Rasenmähsaison geht übrigens von März bis Oktober. Versuchen Sie Ihren Rasen bei möglichst trockenem Wetter zu mähen. Das schont sowohl Ihren Rasen, als auch Ihren Rasenmäher.

Bitte beachten: Mähen Sie Ihren Fertigrasen nicht zu kurz. Gerade anfangs nicht. Im Frühjahr und Herbst ist eine Länge von 3cm ausreichend und in den Sommermonaten sind 4cm ratsam. Wenn Sie Ihren Fertigrasen zu kurz mähen, geht die Grassode schneller kaputt. Dies kann zu nachhaltigen Schäden führen.


Regelmäßiges Rasen mähen ist für einen gesunden, grünen und harmonischen Rasen sehr wichtig. Wenn Sie Ihren Fertigrasen also in vollen Zügen genießen möchten, dann sollten Sie ihn mindestens einmal in der Woche mähen. Im Frühjahr sogar zweimal in der Woche. Das beste Ergebnis erzielen Sie allerdings, wenn Sie Ihren Rasen täglich mähen.

Die offizielle Rasenmähsaison geht übrigens von März bis Oktober. Versuchen Sie Ihren Rasen bei möglichst trockenem Wetter zu mähen. Das schont sowohl Ihren Rasen, als auch Ihren Rasenmäher.

Bitte beachten: Mähen Sie Ihren Fertigrasen nicht zu kurz. Gerade anfangs nicht. Im Frühjahr und Herbst ist eine Länge von 3cm ausreichend und in den Sommermonaten sind 4cm ratsam. Wenn Sie Ihren Fertigrasen zu kurz mähen, geht die Grassode schneller kaputt. Dies kann zu nachhaltigen Schäden führen.


Ja. Rasen kann nur wachsen, wenn genügend Nährstoffe vorhanden sind. Darum ist das Düngen sehr wichtig.

Der richtige Zeitpunkt zum Düngen Ihres Fertigrasens ist während der Wachstumszeit. Diese liegt zwischen April und Oktober. Düngen Sie Ihren Fertigrasen in dieser Zeit alle 6 bis 8 Wochen.

Das erste Mal Düngen sollten Sie sobald es keinen Nachtfrost mehr gibt.

Für eine gleichmäßige Verteilung des Düngers eignet sich ein Streuwagen, Sie können Ihren Fertigrasen aber auch per Hand düngen.

Achten Sie darauf, dass der Rasen beim Düngen nicht zu trocken ist. Bewässern Sie ihn notfalls danach, damit sich der Dünger besser auflösen kann und keine Schäden (sogenannte Brandstellen) auf Ihrem Fertigrasen entstehen können.

Als Haustierbesitzer sollten Sie Ihren Rasen nach dem Düngen sehr gut bewässern und zusätzlich 4 bis 5 Tage warten, bevor Sie Ihre Tiere wieder auf Ihrem Fertigrasen spielen lassen.


Ja. Durch das Vertikutieren „durchkämmen“ Sie Ihren Fertigrasen und sorgen so dafür, dass er gesund und schön grün bleibt. Es werden Blätter, Rasenabfall und weitere tote Materialien aus Ihrem Fertigrasen entfernt.

Um Ihren Fertigrasen zu vertikutieren gibt es zwei Möglichkeiten, das manuelle Vertikutieren und die Vertikutiermaschine.

Bitte beachten Sie, dass das manuelle Vertikutieren, mit der Vertikutierharke, sehr arbeitsintensiv ist und nur für kleine Rasenflächen in Betracht gezogen werden sollte.

Sie sollten Ihren Fertigrasen mindestens einmal im Jahr vertikutieren. Besser sogar zweimal im Jahr. Die beste Zeit dafür ist das Frühjahr (sobald es keinen Nachtfrost mehr gibt) und der Herbst.

Durch das Vertikutieren bekommt Ihr Fertigrasen mehr Sauerstoff und kann auch Nährstoffe besser aufnehmen.


Ja. Die richtige Pflege ist auch abhängig von der Jahreszeit.

Januar – Februar – März

Der Rasen bedarf im Januar und Februar keiner speziellen Fertigrasenpflege. Der Fertigrasen sollte aber bei Frost und Schnee nicht betreten werden.

Im März geht die Fertigrasenpflege los. Testen Sie den ph-Wert im Boden und setzen Sie bei zu sauren Böden (ph-Wert unter 5,5) Kalk ein. Das erste Rasen mähen steht an. Achten Sie darauf den Rasen nicht kürzer als 3cm zu schneiden. Der Rasen sollte außerdem vertikutiert und gedüngt werden.

April – Mai – Juni

In dieser Zeit wächst Ihr Rasen am schnellsten. Bewässern Sie Ihren Fertigrasen in dieser Zeit ausreichend, da der Boden in dieser Zeit sehr schnell austrocknen kann. Mähen Sie Ihren Fertigrasen während dieser Zeit zweimal in der Woche. Im Mai sollten Sie Ihren Fertigrasen ein weiteres Mal düngen.

Juli – August – September

Lassen Sie Ihren Fertigrasen während dieser heißen Monate etwas länger stehen (4cm). So kann Ihr Fertigrasen die Hitze besser verkraften. Im Juli und September dürfen Sie Ihren Fertigrasen wieder düngen.

Oktober – November – Dezember

Der Oktober ist der letzte Monat in dem Sie düngen sollten. Je nach Temperatur sollten Sie Ende Oktober das letzte Mal Ihren Fertigrasen mähen. Sollte die Temperatur auch im November noch über 8 Grad betragen, können Sie den Rasen auch im November noch mähen. Im November sollten Sie den Rasen außerdem von Blättern befreien und ein weiteres Mal vertikutieren. Bei schweren Bodensorten empfiehlt es sich den Boden zu belüften. Stechen Sie dazu 20cm tiefe Löcher in den Boden, zum Beispiel mit einer Heugabel.